Ressourcenorientierte Traumatherapie

IMG_0966 (640x427)Wir kommen nicht als unbeschriebene Blätter, sondern mit bestimmten Themen auf die Welt, holen uns in der Kindheit, auch schon im Säuglingsalter, die dazu passenden Verletzungen ab und ziehen im späteren Leben die weiteren passenden Verletzungen an. Sind diese tief und beeinträchtigen das Leben stark, so spricht man von einer Traumafolgestörung, also einer Erkrankung, bei der die Streßregulation nicht mehr gut funktioniert, das heißt, es entsteht relativ schnell die Empfindung überfordert zu sein. Diese anstrengende Lebenssituation erfordert effektive Gegenmaßnahmen.

Innere Kraftorte kreieren

Mit meiner Hilfe kreieren Sie sich einen inneren Kraftort an dem Sie sich wohlfühlen und sich von innereren Helferwesen, die nur für Sie da sind und Krafttieren gut begleiten und versorgen lassen. Es ist Ihr ganz persönlicher Ort, an dem Sie Energie tanken können können. Es kann ein Heilwasserteich, eine abgelegene Berghütte, ein warmer Sandstrand oder ein gemütliches Baumhaus sein, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der innere Kraftort ist eine Ressource, die die Wirkung unangenehmer Einflüsse abschwächen soll. Er ist ein Mittel, in Ihre Kraft zu kommen und kann Ihnen helfen, die in der Therapie an die Oberfläche gelangenden Gefühle besser zu bewältigen. Sie kreieren sich einen Ort, an den Sie immer wieder zurückkehren können, wenn es Ihnen nicht gut geht. Diese Übung ist auch dafür geeignet, Ihre mentale Energie zu stärken.

Verletzte Innenkinder retten und gut versorgen

Verletzte Innenkinder erzeugen eine Resonanz zu den Mitmenschen. Menschen mit Erfahrung sexueller Gewalt und oder anderen Gewalterfahrungen tragen Opferenergien in sich, Gefühle von Schutzlosigkeit, Hilflosigkeit, die wie ein Minuspol wirken und in anderen Menschen den Gegenpol aktivieren und Agressionen auslösen können. In der Therapie geht es darum, Verantwortung für die eigene Situation zu übernehmen und die verletzten inneren Kinder zu retten und so gut zu versorgen, dass der Teufelskreis des Opfer seins durchbrochen ist. Ein weiteres Ziel hierbei ist, dass Intrusionen der Innenkinder (nach vorn Drängen bei bestimmten Anlässen: spezielle Gerüche, Situationen, Gräusche, Stimmen…die an die Gewalterfahrung erinnern) wegfallen, der Alltag also einfacher bewältigt werden kann.

Den Schatz, die Perle des Drachen bergen

Der Drache ist der Hüter der Perle, des Schatzes, der während der inneren Reise auf Sie wartet. Er trägt die Perle, das Geschenk, in der Klaue und hält sie Ihnen entgegen. Es erfordert Mut, sich ihm zu stellen und ihn zu fragen: Was willst du von mir? Was willst du mir sagen? In sich hineinzuspüren. Wo befindet sich der Schmerz? Wie fühlt es sich an? Am Ende des Prozesses gibt der Hüter des Schatzes denselben frei. Die Perle ist das Geschenk mit dem Inneren Kind, welches den Schmerz, die Verzweiflung und die Hilflosigkeit trug, zu verschmelzen. Eine Klientin beschrieb es so: „Der Schatz sind die Gefühle, die im Moment der Verschmelzung mit in den Körper hineinströmen, das Leben strömt zurück und man fühlt sich wieder. Dieser Moment ist vergleichbar mit dem Zustand kurz nach der Geburt eines Kindes. Du lachst und weinst gleichzeitig, der Schmerz war eben noch überwältigend und nun breitet sich Erleichterung und Glück über das Geschenk der Lebendigkeit in dir aus.“

Die Integration der Persönlichkeit besteht aus vielen einzelnen Schritten und der Realisation, dass die traumatischen Erfahrungen vorbei sind und Sie hier und jetzt erwachsen sind, in einem sicheren Umfeld leben und sich wehren und schützen können. Ziel der therapeutischen Arbeit ist, dass Sie in der Lage sind, realistisch ihre menschlichen Grenzen und Fehler zu akzeptieren, sowie auch Ihre persönlichen Stärken und Ihre Einzigartigkeit zu schätzen wissen.

Nach der Integration der Persönlichkeit

Nach der Integration gibt es noch einiges zu betrauern und es ist noch weitergehende therapeutische Arbeit notwendig, um in das normale Leben hineinzufinden. Für Menschen, die Aufregung und Chaos gewohnt waren, kann es eine Herausforderung sein, in die Ruhe und Stabilität, die das normale Leben mit sich bringt, hineinzufinden. Mehr Mitgefühl, sowohl mit sich selbst, als auch mit anderen zu entwickeln und dem Leben mit mehr Achtsamkeit zu begegnen sind die nächsten Entwicklungsschritte.